Word besitzt eine große Zahl an Werkzeugen, um Grafiken auch nach dem Einfügen noch schnell und komfortabel bearbeiten zu können.
1 Eine Grafik fügen Sie mit „Einfügen > Grafik > Aus Datei“ ein. Im Dialog „Grafik einfügen“ können Sie die Grafikdatei suchen. Die Grafikvorschau zeigt Ihnen direkt den Inhalt der Datei, die Sie in der Dateiliste markieren. Mit Klick auf „Einfügen“ wird die Grafik im Dokument gespeichert. Weitere Optionen gibt es nach einem Klick auf den Abwärtspfeil neben der Schaltfläche.
Grafiken richtig einfügen
Die Optionen im Pulldown-Menü der Schaltfläche „Einfügen“ im Dialog „Grafik einfügen“ haben die folgende Bedeutung:
o „Einfügen“ fügt die Grafik direkt in das Dokument ein. Alle Grafikdaten werden dort gespeichert, und die Grafikdatei ist nicht mehr notwendig.
o „Mit Datei verknüpfen“ fügt nur einen Verweis auf die Grafikdatei in das Dokument ein. Die Grafikdaten werden bei der Anzeige aus der Datei gelesen. Die Grafikdatei muss aber vorhanden sein und darf nicht verschoben werden. Der Vorteil: Die Grafik benötigt im Dokument kaum Speicherplatz und wird jederzeit in der aktuellen Version angezeigt.
o „Einfügen und Verknüpfen“ fügt die Grafikdaten in das Dokument ein und verknüpft die Datei, so dass sie auch weiterhin notwendig ist. Der Vorteil: Sie können die Grafik nach Änderungen schnell auf den aktuellen Stand bringen.
1 Wenn Sie die Grafik mit einem Klick markieren, zeigt Word quadratische Anfasser auf dem Rand der Grafik. Um die Größe der Grafik zu ändern, ziehen Sie mit der Maus an einem Anfasser. Wenn Sie die Anfasser an den Ecken benutzen, wird das Bild immer maßstabsgerecht vergrößert und nicht verzerrt.
Grafiken richtig skalieren
Benutzen Sie für das Skalieren möglichst nur die vier Anfasser an den Eckpunkten. Sie garantieren, dass Höhe und Breite der Grafik im gleichen Maßstab verändert werden. Die vier Anfasser an den Rändern einer Grafik verändern entweder nur die Höhe oder die Breite: Die Grafik wird verzerrt ausgegeben.
2 Mit dem Befehl „Format > Grafik“ können Sie die Grafik exakt skalieren. Aktivieren Sie das Register „Größe“, und geben Sie die entsprechenden Werte bei „Höhe“ oder „Breite“ ein. Wenn Sie „Seitenverhältnis“ aktivieren, berechnet Word den jeweils anderen Wert automatisch und gibt die Grafik somit unverzerrt aus.
3 Sollte eine Grafik Motive enthalten, die Sie abdecken wollen, so können Sie dies mit dem Werkzeug „Beschneiden“ in der Symbolleiste „Grafik“ erledigen. Wenn Sie nach einem Klick an den Anfassern ziehen, wird der Rahmen über die Grafik verschoben. Damit verkleinern Sie den Bildausschnitt bei zu großen Grafiken.
Grafiken um den Mittelpunkt skalieren
Wenn Sie beim Skalieren mit der Maus auf STRG drücken, wird die Grafik vom Mittelpunkt ausgehend skaliert. Das heißt: Beim Verändern der Größe wachsen oder schrumpfen alle vier Seiten der Grafik.
1 Eine Grafik erscheint normalerweise im Absatz und ist nicht verschiebbar. Sie ändern dies, indem Sie sie in der Symbolleiste „Grafik“ auf das Symbol „Textfluss“ klicken und die Option „Vor den Text“ wählen. Dadurch wird die Grafik zu einem schwebenden Objekt, das Sie mit der Maus verschieben können.
2 Wenn Sie die Grafik nun anklicken, erkennen Sie runde Anfasser um die Grafik herum. Die weißen Anfasser sind für die Änderung der Größe gedacht und der grüne hilft beim Drehen des Bildes. Sie verschieben die Grafik ganz einfach, indem Sie innerhalb der Grafik klicken und bei gedrückter linker Maustaste ziehen.
Grafiken mit breiten Rändern
Manche Grafiken haben an den Außenseiten etwas mehr „Weißraum“ als nötig. Sie können das Werkzeug „Beschneiden“ und die Anfasser benutzen, um diesen Weißraum zu verkleinern.
3 Wenn Sie am grünen Anfasser ziehen, wird die Grafik gedreht. Normalerweise wird sie dabei um ihren Mittelpunkt gedreht. Drücken Sie während des Drehens auf [STRG], so wird sie um den Mittelpunkt des unteren Randes gedreht. Drücken Sie während des Drehens auf die Umschalttaste, so rastet die Grafik beim Drehen in Abständen ein.
1 Einige Symbole der Leiste „Grafik“ bieten Symbole zur Korrektur der Farbe, der Helligkeit und des Kontrasts an. Nach einem Klick auf das Symbol „Farbe“ können Sie ein Foto als Graustufen- oder Schwarzweißbild ausgeben. Die Option „Intensität“ ist eine spezielle Einstellung mit geringem Kontrast für Grafiken, die im Hintergrund ausgegeben werden sollen.
2 Die Symbolleiste „Grafik“ enthält je ein Symbol für das Erhöhen und Verringern von Helligkeit und Kontrast. Jeder Klick erhöht oder verringert den entsprechenden Wert. Falls Sie sich „verklickt“ haben: Das Symbol „Grafik zurücksetzen“ (ganz rechts) setzt die Grafik wieder in den Originalzustand zurück. Doch Vorsicht: Auch Skalierungen, Drehungen und Zuschneideaktionen werden aufgehoben.
Word und die Grafikformate
Word kann alle aktuellen und weiter verbreiteten Grafikformate erkennen. Achten Sie aber darauf, dass das Einfügen von Bitmap-Formaten wie BMP, JPG, TIF oder GIF zum Teil riesige Word-Dateien erzeugt.
Word 97/2000 speichert diese Dateien als einfaches Bitmap. Word 2002 und 2003 unterstützt die JPG-Komprimierung und speichert die eigentlichen JPG-Daten und nicht das Bitmap im Dokument. Dadurch werden Dokumente mit vielen Grafiken nur dann wesentlich größer, wenn Sie das ungünstige BMP-Format benutzen.
1 Hinter dem Symbol „Bilder komprimieren“ verbirgt sich eine Sonderfunktion, die nur Word 2002 kennt: Durch die Komprimierung von Grafiken werden überflüssige Informationen (z. B. abgeschnittene Bereiche) entfernt, die Bildauflösung verringert und gegebenenfalls das Grafikdateiformat optimiert. Sinnvoll ist dies vor allem für mit 300 oder mehr DPI gescannte Bilder.
2 Doch die Funktion hat auch einen Nachteil: In Einzelfällen, vor allem bei bereits hoch komprimierten JPEG-Bildern, leidet die Darstellungsqualität erheblich. Klicken Sie auf „Grafik zurücksetzen“, um die Aktion aufzuheben und wählen Sie den Befehl erneut. Sie sollten andere Optionen ausprobieren, um das Bild ohne Qualitätsverlust zu komprimieren.
1 Das Symbol „Linienart“ bietet Ihnen den schnellen Zugriff auf einige grundlegende Linientypen, die Sie um die Grafik herum ausgeben können. Einen besonders schönen Rahmen wie in einem Fotoalbum erhalten Sie, wenn Sie die Doppellinie aus einer dünnen und einer dicken Linie benutzen.
2 Der Befehl „Weitere Linien“ zeigt das Dialogfeld „Grafik formatieren“ mit dem Register „Farben und Linien“ an. Sie können hier verschiedene Arten von gepunkteten, gestrichelten und durchgezogenen Linien in zahlreichen Farben vergeben. Die Linienstärke geben Sie in diesem Dialog in Schritten von 0,25 Pt an, und Sie können dabei Werte bis zu 255 Pt vergeben.
3 Besondere Rahmeneffekte erreichen Sie mit der Palette „Farbe“ im Register „Farben und Linien“: Sie sehen nach Wahl der Option „Gemusterte Linien“ ein weiteres Dialogfeld mit einer großen Zahl an Mustern, bei denen Sie die Farbe für den Vordergrund und den Hintergrund getrennt festlegen können.
1 Eine weitere interessante Möglichkeit der Gestaltung bietet die Symbolleiste „Zeichnen“: Nach einem Klick auf das Symbol „Schatten“ können Sie einen Schatten unter dem Foto ausgeben. Der Befehl „Schatteneinstellungen“ zeigt eine weitere Symbolleiste, die Befehle zum Verkleinern oder Vergrößern des Schattens besitzt. Außerdem können Sie die Farbe des Schattens verändern.
Grafiken mit dem Dialogfeld skalieren
Mit der Registerkarte „Größe“ im Dialogfeld „Grafik formatieren“ können Sie die Größe der Grafik entweder in Zentimeter oder in Prozent der Originalgröße angeben.
o Tragen Sie im Bereich „Größe und Drehung“ bei „Höhe“ und „Breite“ die Maße ein, wenn Sie eine Größe mit einer Genauigkeit im Bereich eines Zehntelmillimeters benötigen.
o Tragen Sie im Bereich „Skalieren“ bei „Höhe“ und „Breite“ einen Prozentwert für eine relative Größenänderung ein.
o Aktivieren Sie „Seitenverhältnis“, wenn Word die Grafik automatisch im richtigen Größenverhältnis ausgeben soll.