Fotos scannen und einfügen

Mit Hilfe eines Scanners und des bei Office mitgelieferten Photoeditors können Sie auch nicht digitale Bilder schnell in Word einfügen.

1 Ein Bild können Sie mit jedem Flachbett-Scanner und dem mitgelieferten Scan-Programm erzeugen. Doch auch der Scan-Assistent aus dem Windows-Zubehör ist geeignet: Starten Sie den Photoeditor von Office, und wählen Sie „Datei > Bild scannen“. Der Photoeditor startet nun den Scan-Assistenten. Klicken Sie zunächst auf „Vorschau“, um ein verkleinertes Bild des Formulars zu sehen.

Direkt in Word scannen

Mit dem Befehl „Einfügen > Grafik > Von Scanner oder Kamera“ können Sie den Scan-Assistenten direkt in Word starten. Dies ist für schnelle Scans sinnvoll, reicht aber für ein Profibild nicht aus: Word kennt nur sehr eingeschränkte Bearbeitungsmöglichkeiten. Wenn Sie den Scan komfortabel nachbearbeiten wollen, sollten Sie den Photoeditor von Office benutzen.

2 Der Scan-Assistent zeigt ein Markierungsrechtseck über dem gesamten Vorschaubild an. Damit können Sie den genauen Scan-Bereich festlegen. Sie sollten das Markierungsrechteck mit einem kleinen Abstand zu den Rändern des Motivs positionieren. Dies erreichen Sie, indem Sie die Ränder des markierten Bereichs durch Ziehen mit der Maus an den grünen Anfassern verkleinern.

3 Klicken Sie auf „Benutzerdefinierte Einstellungen“, um die Bildoptionen einzustellen. Wenn Sie ein kleines Bild scannen, sollten Sie bei „Auflösung“ einen Wert von 300 oder mehr DPI einstellen. Bei einem sehr großen Bild reichen auch 150 DPI. Sie können in diesem Dialog außerdem Helligkeit und Kontrast bestimmen. Es ist allerdings empfehlenswert, die Vorgaben stehen zu lassen.

DPI, JPG und die Dateigrößen

Für viele Bilder reicht 150 DPI als Scan-Auflösung vollkommen aus. Außerdem sind Scans in dieser Auflösung wesentlich kleiner als Scans mit höheren Auflösungen.

Dies hat einen einfachen Grund: Mit DPI sind „Punkte pro Zoll“ gemeint. Dabei wird jeder Bildblock in der Größe von einem Quadratzoll (entspricht 2,55 x 2,55 cm) in 150 Zeilen zu 150 Spalten aus Bildpunkten erfasst. Bei 150 DPI sind es 22.500 Bildpunkte, bei 200 DPI schon 40.000 und bei 300 DPI 90.000.

Daraus können Sie eine Grundregel ableiten: Verdoppelung der Auflösung bedeutet Vervierfachung der Bildpunkte. Da viele Grafikformate bei 16 Millionen Farben jeden Bildpunkt in einem Byte abspeichern, entstehen auf diese Weise sehr schnell riesige Dateien.

Außerdem können Sie Datenmenge verringern, indem Sie ein komprimierendes Dateiformat wie JPG wählen. Hierbei werden alle Daten entfernt, die für die Darstellung des Bildes überflüssig sind.

4 Klicken Sie dann auf „OK“ und im Scan-Assistenten auf „Scannen“. Nach einem kurzen Moment erscheint das Bild im Photoeditor. In vielen Fällen wird das Bild nicht hundertprozentig gerade sein, sondern etwas schräg stehen. Dies können Sie leicht mit dem Photoeditor ändern: Wählen Sie den Befehl „Bild > Drehen“, um einen Dialog zum exakten Drehen des Bildes zu sehen.

5 Die wichtige Option für die Korrektur eines leicht schräg stehenden Scans ist „Allmählich“. Sie können hier einen Wert von einem Grad eingeben und den Befehl mehrmals wählen, um die Schrägstellung schrittweise zu korrigieren. Wenn sich das Bild nach links neigt, müssen Sie den negativen Wert „-1“ eingeben, sonst „1“. Nach einem Klick auf „OK“ können Sie das Ergebnis kontrollieren.

Helligkeit und Kontrast automatisch ändern

In den meisten Fällen müssen Sie Helligkeit und Kontrast des Bildes verändern, um es weniger flau erscheinen zu lassen. Sie erreichen diese Einstellungen über den Befehl „Bild > Ausgleichung“. Dort können Sie die Werte für Helligkeit und Kontrast einstellen. Schneller kommen Sie zum Ziel, wenn Sie „Bild > AutoAusgleichung“ wählen. In den meisten Fällen ist das Ergebnis optimal und muss nicht mehr korrigiert werden.

6 Zuletzt werden die überstehenden Ränder des Scans entfernt: Klicken Sie in der Symbolleiste auf „Markieren“, und zeichnen Sie mit der Maus ein Rechteck über den Scan. Dieses Markierungsrechteck können Sie durch Ziehen mit der Maus an den grauen Anfassern genau über die Ränder des Bildmotivs verschieben.

7 Wählen Sie „Bild > Zuschneiden“, um das Bild zu beschneiden. Der Photoeditor fügt die aktuellen Koordinaten des Markierungsrechtecks direkt in den Dialog ein. Ein Klick auf „OK“ reicht, um das Bild auf die Größe des Markierungsrechtecks zu beschneiden.

Ränder um das Bild legen

Der Befehl „Bild > Zuschneiden“ ist recht leistungsfähig und bietet weitere Möglichkeiten:

o  Mit den Optionen bei „Ränder hinzufügen“ können Sie dem Bild einen Rand in einer wählbaren Breite geben.

o  Die Optionen bei „Ecken“ erzeugen abgerundete oder abgeschnittene Ecken.

o  Durch Wahl der Option „Oval“ wird das Bild so zugeschnitten, dass eine Ellipse daraus entsteht.

8 Um das Bild in Word einzufügen, sollten Sie es mit „Datei > Speichern unter“ auf der Festplatte sichern und es dann mit dem Word-Befehl „Einfügen > Grafik > Aus Datei“ in Ihr Dokument einlesen.

Falsche Aktionen rückgängig machen

Wie beinahe alle Windows-Programme kennt auch der Photoeditor den Befehl „Bearbeiten > Rückgängig“. Dieser Befehle kann allerdings nur die letzte Aktion wieder aufheben.