Grafiken mit Word nutzen

Ein Dokument nur mit Text sieht oft recht langweilig aus. Mit Grafiken oder sogar Fotos gestalten Sie Word-Dokumente, die auffallen und beim Empfänger nicht direkt im Altpapier landen. Der Einsatz von Grafiken wird hier am Beispiel einer Visitenkarte vorgestellt.

1 Trotz der geringen Größe einer Visitenkarte verbessern Grafiken die Gestaltung entscheidend. Viele moderne Drucker geben auch sehr kleine Grafiken in guter Qualität aus. Im Normalfall reicht eine Druckauflösung von 600 DPI. Für Fotos sind allerdings 1.200 DPI besser, da sonst zu viele Details „verschluckt“ werden.

Raster- und Vektorgrafiken

Rastergrafiken oder „Bitmaps“ sind Grafiken, die die Bildinformationen als Punktraster enthalten. Hierbei werden alle Bildpunkte und ihre Farbe abgespeichert. Ein Bildpunkt heißt auch Pixel („Picture Element“) und bezeichnet die kleinste Einheit, die auf einem Bildschirm dargestellt werden kann.

Vektorgrafiken oder „Metafiles“ dagegen bestehen nicht aus Pixeln, sondern aus Informationen darüber, wo etwas auf welche Weise dargestellt werden soll. Sie enthalten Informationen über Aufbau, Farbe und Position der dargestellten Objekte.

Die beiden Grafikformate haben Vorteile und Nachteile: Rastergrafiken sind im Idealfall (nämlich bei gescannten Fotos) extrem realistisch, können aber nur unter Qualitätsverlust vergrößert oder verkleinert werden. Vektorgrafiken dagegen können ohne jeden Qualitätsverlust auf jede beliebige Größe gebracht werden. Allerdings sind fotoähnliche Bilder mit Vektorgrafiken nicht möglich, sondern lediglich mehr oder weniger „künstlich“ anmutende Zeichnungen.

2 Eine Grafik fügen Sie mit dem Befehl „Einfügen > Grafik > Aus Datei“ ein. Im Dialog „Grafik einfügen“ können Sie die gewünschte Grafikdatei suchen. Die Grafikvorschau zeigt Ihnen direkt den Inhalt der Datei, die Sie in der Dateiliste markieren.

Word und die Grafikformate

Word kann alle aktuellen und weiter verbreiteten Grafikformate erkennen. Achten Sie aber darauf, dass das Einfügen von Bitmap-Formaten wie BMP, JPG, TIF oder GIF zum Teil riesige Word-Dateien erzeugt.

Word 97/2000 speichert diese Dateien als einfaches Bitmap. Word 2002 und 2003 unterstützen die JPG-Komprimierung und speichert die eigentlichen JPG-Daten und nicht das Bitmap im Dokument. Dadurch werden Dokumente mit vielen Grafiken nur dann wesentlich größer, wenn Sie das ungünstige BMP-Format benutzen.

3 Wenn Sie die Grafik mit einem Klick markieren, zeigt Word quadratische Anfasser auf dem Rand der Grafik. Um die Größe der Grafik zu ändern, ziehen Sie mit der Maus an einem Anfasser. Wenn Sie die Anfasser an den Ecken benutzen, wird das Bild immer maßstabsgerecht vergrößert und nicht verzerrt.

Grafiken richtig skalieren

Benutzen Sie für das Skalieren möglichst nur die vier Anfasser an den Eckpunkten. Sie garantieren, dass Höhe und Breite der Grafik im gleichen Maßstab verändert werden. Die vier Anfasser an den Rändern einer Grafik verändern entweder nur die Höhe oder die Breite: Die Grafik wird verzerrt ausgegeben.

4 Mit dem Befehl „Format > Grafik“ können Sie die Grafik exakt skalieren. Aktivieren Sie das Register „Größe“, und geben Sie die entsprechenden Werte bei „Höhe“ oder „Breite“ ein. Wenn Sie „Seitenverhältnis“ aktivieren, berechnet Word den jeweils anderen Wert automatisch und gibt die Grafik somit unverzerrt aus.

Grafiken um den Mittelpunkt skalieren

Wenn Sie beim Skalieren mit der Maus auf die Strg-Taste drücken, wird die Grafik vom Mittelpunkt ausgehend skaliert. Das heißt: Beim Verändern der Größe wachsen oder schrumpfen alle vier Seiten der Grafik.

5 Mit der Symbolleiste „Grafik“ ändern Sie die Grafikanzeige. Sie finden dort je ein Symbol für das Erhöhen und Verringern von Helligkeit und Kontrast. Das Symbol „Farbe“ ändert Farben in Graustufen, Schwarzweiß und „Intensität“, einer speziellen Einstellung mit geringem Kontrast für Hintergrundgrafiken.

Grafiken mit dem Dialogfeld skalieren

Mit der Registerkarte „Größe“ im Dialogfeld „Grafik formatieren“ können Sie die Größe der Grafik entweder in Zentimeter oder in Prozent der Originalgröße angeben.

o  Tragen Sie im Bereich „Größe und Drehung“ bei „Höhe“ und „Breite“ die Maße ein, wenn Sie eine Größe mit einer Genauigkeit im Bereich eines Zehntelmillimeters benötigen.

o  Tragen Sie im Bereich „Größe und Drehung“ bei „Höhe“ und „Breite“ die Maße ein, wenn Sie eine Größe mit einer Genauigkeit im Bereich eines Zehntelmillimeters benötigen.

o  Tragen Sie im Bereich „Skalieren“ bei „Höhe“ und „Breite“ einen Prozentwert für eine relative Größenänderung ein.

o  Aktivieren Sie „Seitenverhältnis“, wenn Word die Grafik automatisch im richtigen Größenverhältnis ausgeben soll.

6 Sollte eine Grafik Motive enthalten, die Sie abdecken wollen, so können Sie dies mit dem Werkzeug „Beschneiden“ in der Symbolleiste „Grafik“ erledigen. Wenn Sie nach einem Klick an den Anfassern ziehen, wird der Rahmen über die Grafik verschoben. Damit verkleinern Sie den Bildausschnitt bei zu großen Grafiken.

Grafiken mit breiten Rändern

Manche Grafiken haben an den Außenseiten etwas mehr „Weißraum“ als nötig. Sie können das Werkzeug „Beschneiden“ und die Anfasser benutzen, um diesen Weißraum zu verkleinern.

7 Eine Grafik erscheint normalerweise im Absatz und ist nicht verschiebbar. Sie ändern dies, indem Sie sie markieren und „Format > Grafik“ wählen. Aktivieren Sie im Dialog „Grafik formatieren“ das Register „Layout“, und klicken Sie auf die Option „Vor den Text“. Dadurch wird die Grafik zu einem schwebenden Objekt, das Sie mit der Maus verschieben können.

8 Wenn Sie die Grafik nun anklicken, erkennen Sie runde Anfasser um die Grafik herum. Die weißen Anfasser sind für die Änderung der Größe gedacht und der grüne hilft beim Drehen des Bildes. Sie verschieben die Grafik ganz einfach, indem Sie innerhalb der Grafik klicken und bei gedrückter linker Maustaste ziehen.

9 Wenn Sie am grünen Anfasser ziehen, wird die Grafik gedreht. Normalerweise wird sie dabei um ihren Mittelpunkt gedreht. Drücken Sie während des Drehens auf die Strg-Taste, so wird sie um den Mittelpunkt des unteren Randes gedreht. Drücken Sie während des Drehens auf die Umschalttaste, so rastet die Grafik beim Drehen in Abständen ein.